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Wassersportschule Großenbrode

Inklusion und Integration mit „Sail United e.V.“ und der Wassersportschule Großenbrode

Zusammen mit der Wassersportschule in Großenbrode am Fehmarnsund hat sich ein neugegründeter gemeinnütziger Verein eine große Aufgabe gestellt. Tobias Michelsen, 53, will mit dem Verein „Sail United e.V.“ Sehbehinderten und Blinden sowie Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen Segeln und Windsurfen beibringen.

Wie kommt man auf so eine Idee?

Bei einem nächtlichen Windsurfausflug auf dem Golf von Mexiko musste Michelsen sich ohne Mondlicht zurechtfinden. Das probierte er mit geschlossenen Augen, um so besser den Wind in den Händen und die Wellen unter dem Surfbrett zu spüren. Das klappte so gut, das er die Idee hatte, das Blinde beim Erlernen dieser Sportart sogar einen Vorteil gegenüber Sehenden haben müssten.

Bereits Mitte der 80er Jahre hat Michelsen während seines Studiums in Florida blinden Kommilitonen und Freunden Segeln und Windsurfen beigebracht. „Bei unseren ersten Wettfahrten wurde das ganz offensichtlich. Meine blinden Freunde spürten jede Böe und jede Winddrehung viel eher und zogen gnadenlos an uns anderen vorbei“.

Segeln als Therapie

Für Michelsen gibt es nichts Therapeutischeres als Segeln, Surfen oder Kiten. „Durch die kleinen Lernerfolge und durch das gemeinsame Erleben von intensiven und auch extremen Momenten auf dem Wasser bildet sich eine ganz besondere Beziehung zwischen dem Schüler und Lehrer. Die Erfolgserlebnisse und die unmittelbare Nähe zu Meer und Wind vermitteln Lebensmut, Zuversicht und eine optimistische Einstellung. Sorgen und Probleme bleiben am Strand zurück und werden später anders wahrgenommen“.

Inklusionsschulklasse zu Gast in Großenbrode

Aus diesem Grund will Michelsen seine Angebote noch ausbauen. Im Juni kommt erstmals eine Inklusionsschulklasse mit 23 Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren. Er plant, den Kindern das Lenkdrachen fliegen beizubringen und dann mit ihnen auf einem Katamaran ohne Mast vom Drachen gezogen, durch die Ostsee zu segeln. „Das geht selbst mit Rollifahrern wunderbar und das Erlebnis ist unvergesslich schön für alle“ sagt Michelsen voller Vorfreude.

Jede Hilfe zählt

Um Projekte wie dieses weiterhin anbieten zu können, braucht Michelsen Unterstützung. „Wir sind für jede Hilfe dankbar“, sagt er. Neben Geld und Sachspenden ist vor allem Menpower gefragt. Wer die Arbeit des Vereins untersützen will, kann demnächst auf der Homepage nachlesen, was am Dringendsten gebraucht wird. Sein nächstes Ziel: Er möchte sein Angebot auf ganz Europa ausweiten und neben Inklusion durch Wassersport auch Projekte für Senioren, für Krebskranke und zur Integration von Flüchtlingen anbieten.

Was treibt Michelsen an? Bei einem Unfall in den 90ern Jahren brach er sich den sechsten und siebten Halswirbel. Michelsen: „Nur durch sehr, sehr viel Glück kann ich heute noch laufen. Von diesem Glück möchte ich etwas abgeben“.

Kontakt

04367–6579965 oder 0171-8055655

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